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Weihnachten

Michael Martin

studierte Geographie, Völkerkunde und Politikwissenschaft in München und ist Diplom-Geograph.

Innerhalb von drei Jahrzehnten unternahm er über achtzig Reisen in die Wüsten Afrikas, veröffentlichte hierzu 15 Bildbände und hielt über 1700 Diavorträge im gesamten deutschsprachigen Raum.

1999 fasste Michael Martin den Entschluss, die Wüsten der Erde zu seinem Thema zu machen.

Terra

Michael Martin bereiste und fotografierte für TERRA zehn große Naturlandschaften, die er die zehn Gesichter der Erde nennt. Dafür war er weltweit mit seiner Kamera unterwegs, beschäftigte sich zwischen den Reisen aber auch mit der Erdgeschichte, dem Aufbau der Erde, der Zukunft der Erde, den großen Herausforderungen unserer Zeit und nicht zuletzt mit der Suche nach einer zweiten Erde.

Michael Martin begann mit dem Projekt im Jahre 2017 und verfolgte über fünf Jahre sein Ziel, ein einzigartiges Portrait des Planeten Erde zu schaffen, was ihm eindrucksvoll gelungen ist: TERRA zeichnet als Multivision, Bildband und Fernsehserie das ganz große Bild unserer Erde.

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Auszug aus terra

Als die Erde vor 4,5 Milliarden Jahren aus Felsbrocken, die um die Sonne rotierten, entstand und kurze Zeit später durch den Einschlag eines marsgroßen Himmelskörpers zu einem Magmaozean aufschmolz, war nicht abzusehen, dass sie sich zu einem Planeten voller Leben entwickeln würde.

Es brauchte vor 3,8 Milliarden Jahren sehr spezielle Bedingungen, dass in den Tiefen der Meere Leben entstehen konnte, das lange in den Ozeanen verharrte, bis die ersten Lebewesen an Land auftauchten. Die Geschichte des Lebens war eine der Rückschläge und Katastrophen, aber selbst nach Massenaussterben kam das Leben stets vielfältiger und reichhaltiger als zuvor zurück. Aber auch die geologische Entwicklung war immer dynamisch. Kräfte aus dem Erdinneren sowie Wind, Wetter und Wasser veränderten das Gesicht unseres Planeten unaufhörlich.

Die Erde steht heute in der Blüte ihrer Entwicklung. Ein Magnetfeld, das uns vor kosmischer Strahlung schützt, ein Sauerstoffgehalt von 21 Prozent, die perfekte Land-Wasser-Verteilung und ein lebensfreundliches Klima – diese Bedingungen sorgen überall auf der Erde für überbordendes Leben.
Doch
von einem Paradies kann schon lange keine Rede mehr sein, denn die Evolution hat vor 180 000 Jahren
Homo sapiens hervorgebracht. Als der Mensch sich über den Erdball auszubreiten begann, griff er zunächst durch Jagd, später durch Ackerbau, Viehzucht und schließlich die Industrialisierung massiv in das System Erde ein und setzt es seither unter gewaltigen Stress.

Ein in den letzten 50 Millionen Jahren beispielloser Klimawandel verändert die Lebensbedingungen massiv, Arten verschwinden, Böden werden ausgeweht, Abwässer und Emissionen verpesten Gewässer und die Luft. Der Mensch ist im Begriff, seine eigenen
Lebensgrundlagen und die von Millionen Tier- und Pflanzenarten zu zerstören. Erst langsam begreifen wir, dass wir mit drastischen Maßnahmen gegensteuern müssen. Die nächsten Jahrzehnte werden zeigen, ob uns dies gelingt.

In jedem Fall wird die Entwicklung der Erde weitergehen. Es werden neue Superkontinente und Ozeane entstehen und Gebirge herausgehoben. Obwohl der Kohlendioxidgehalt langfristig abnimmt, kommt es nicht zu einer Abkühlung auf der Erde, denn die Strahlkraft der Sonne nimmt weiter zu, sodass die Durchschnittstemperaturen auf der Erde Werte erreichen werden, die das Leben verschwinden lassen. In geologisch kurzer Zeit wird die Erde wieder jener Wüstenplanet sein, der sie Milliarden Jahre gewesen ist.
Wir Menschen leben in der besten aller Zeiten und sollten dieses Zeitfenster verantwortungsvoll nutzen. Wir haben das Potenzial, unseren Planeten zu zerstören, aber auch die Chance, das Paradies Erde noch einige Millionen Jahre zu erhalten.